vom 28. Juni 1995 (aufgehoben)

Die vielfältige Kritik der Öffentlichkeit, der zuständigen Behörden und der an der pharmazeutischen Industrie interessierten Kreise an der Arzneimittelwerbung führte dazu, dass die im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) zusammengeschlossenen Mitgliedsfirmen auf der Hauptversammlung am 14. Mai 1969 Richtlinien für die Arzneimittelwerbung verabschiedeten, mit denen die pharmazeutische Industrie im Wege der Selbstverantwortung Wettbewerbsregeln aufstellte, die sich insbesondere auf die Vorschriften des Gesetzes über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens, des Gesetzes über den Verkehr mit Arzneimitteln und des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb sowie auf die Rechtsprechung stützen.

Die pharmazeutischen Herstellerfirmen erkannten hiermit an, dass die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln besondere Verpflichtungen gegenüber der Allgemeinheit mit sich bringen, die auch für das Verhalten im Wettbewerb von großer Bedeutung sind.

Die Richtlinien für die Arzneimittelwerbung behandelten allgemeine Regeln der Arzneimittelwerbung, die besonderen Regeln für die Werbung bei Ärzten sowie besondere Hinweise für die Publikumswerbung. Seit der Verabschiedung dieser Richtlinien wurden auf Anregung des Bundeskartellamtes verschiedene redaktionelle Änderungen vorgenommen.